Save the Date: IsraelSoliCamp 2016 vom 2. bis 4. Dezember

In den Kalender eingetragen und nicht vergessen. Das #isc16 wird vom 2.-4.12.2016 im ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. statt finden. Wer Lust hat, sich an der Organisation zu beteiligen kann sich gerne an uns wenden. Tragt euch in den Newsletter ein, um den Anmeldestart nicht zu verpassen!

Infos zum Projekt „Watch: Antisemitism in Europe“

„Watch: Antisemitism in Europe“ startete als Reaktion auf das Attentat im Jüdischen Museum in Brüssel im Mai 2014 und als Reaktion auf die zögerliche Benennung des Problems: Antisemitismus in Europa.

Seit dem werden antisemitische Vorfälle dokumentiert, aber auch Analysen und Kommentare verlinkt. Die Beiträge werden dabei aus allen europäischen Ländern gesammelt und in einem „Teaser“ in englischer Sprache vorgestellt. Der Link bleibt im Original.

Das Projekt gibt es bislang nur als Facebook-Page: https://www.facebook.com/antisemitismineurope/ – es ist eine Art Watch-Blog auf Facebook

Zum Mai 2016 soll sich das ändern: es wird eine eigenständige Website geben, die eine Bestandsaufnahme des Antisemitismus in Europa zentral, langfristig dokumentiert und in englischer Sprache abrufbar macht.
Außerdem sollen eigene Beiträge publiziert werden.

Das Projekt kann vielfältig unterstützt werden:

  • Durch die Vermittlung von Kontakten und Hinweise auf Netzwerke

  • Durch das Teilen unseres Projekts mittels Facebook- und Kontaktdaten unter engagierten Akteur_innen und Netzwerken

  • Durch Hinweise im Bereich der Finanzierung mit Blick auf Fördertöpfe und -projekte sowie Spenden

  • Durch know how im Bereich der Vereinsgründung & -führung vor allem im Blick auf rechtliche Rahmenbedingungen

  • Durch know kow in Bezug auf Website & social media-Strategien

Bei Interesse oder Fragen, wendet euch anwatch.antisemitism.europe@gmail.com

Antisemitismus im Griechenland von Alexis Tsipras

Zusammenfassung zum Vortrag von Dimitri Kravvaris im Rahmen des IsraelSoliCamps (Hüll 2015)

1) Der Ausgangspunkt ist die breite Widerstandsfront, die sich in Griechenland gegen Europa und die Sparmaßnahmen-Politik im Rahmen der akuten Finanzkrise formierte. Daran nehmen u.a. die linksradikale Syriza-Partei, die Kommunistische Partei, die rechtspopulistische Anel und die Nazis der Chryssi Avgi teil. Die Leitidee der Widerstandsfront lautet: Griechenland sei kein unabhängiger Staat mehr, sondern eine Kolonie unter (hauptsächlich) deutscher Herrschaft; das Land bedrohe ein „sozialer Holocaust“. Der Einfluss der traditionellen Parteien (Pasok und Nea Dimokratia) nimmt allmählich ab und Syriza regiert seit Januar 2015 mit den Rechtspopulisten von Anel.

2) Bei allen erwähnten Parteien der Widerstandsfront ist die Holocaustrelativierung im Namen der Kritik an den europäischen Eliten eine gängige Strategie. Einige Beispiele: A) Ende Juni 2015 tweetete Anel-Abgeordneter Dimitris Kammenos eine Fotomontage, die den Tor-Schriftzug „Arbeit macht frei“ von Auschwitz durch den Satz „Menoume Evropi“ („Wir bleiben in Europa“) ersetzt. Verspotten wollte er damit die proeuropäischen Kundgebungen in Griechenland vor dem Juli-Referendum. B) Die Syriza Partei-Zeitung „I Avgi“ veröffentlichte im Februar 2015 eine Karikatur mit Wolfgang Schäuble in Nazi-Uniform, der von der Vernichtung der Griechen träumt. Es ist also kein Wunder, dass Syriza mit Anel koaliert.

3) Viele Griechen fühlen sich nicht nur als Opfer eines „Finanz-Rassismus“, sondern auch als Opfer eines nicht anerkannten „Holocausts“ in den vergangenen Jahrhunderten. Eine darauf bezogene Frage ist Teil einer Umfrage, die im Juni 2014 von der Universität Makedonien (Thessaloniki) durchgeführt wurde: „Werden an Griechen Genozide verübt, die genauso schlimm oder gar schlimmer als die Shoah sind?“ Die Frage wurde mit 70% bejaht. Anfang November dieses Jahres demonstrierten Tausende Griechen in Athen, um gegen die Aussage des Bildungsministers, Nikos Filis, bezüglich der Verfolgungen der christlichen Pontos-Griechen im Osmanischen Reich zu protestieren. Filis zufolge sollte man in diesem Fall von einer fürchterlichen ethnischen Säuberung sprechen, aber keinesfalls von einem Genozid. Sogar die Nazis der „Chryssi Avgi“ warfen ihm „Holocaustleugnung“ vor.

4) Trotz des herrschenden antizionistischen Diskurses in Griechenland (Hunderte von Blogs und andere Medien hetzen täglich gegen die „Zion-Nazis“, die entweder die „Reinheit“ des griechischen Volkes bedrohen oder die „unschuldigen Palästinenser“ unterjochen würden), setzte die Regierung Syriza-Anel die militärische und ökonomische Kooperation mit Israel fort. Alexis Tsipras war im November 2015 in Israel zum Staatsbesuch, obgleich er ein Jahr früher als Oppositionsführer an einer Pro-Palästina-Demonstration mit einer Kufiya, dem palästinensischen Nationalsymbol, teilnahm. Sein Besuch in Yad Vashem wurde von vielen griechischen Twitter-Nutzer*innen als eine Provokation angesehen, da die Wichtigkeit der Erinnerung an die Shoah im Vordergrund stand.

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Tweet von Alexis Tsipras nach seinem Besuch in Yad Vashem (November 2015): „Der Holocaust ist der schwärzeste Schandfleck der modernen Geschichte. Wir müssen der Ideologie des Hasses widerstehen“.

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Eine von den vielen (negativen) Reaktionen: „Der Holocaust der Juden gehört der finsteren Vergangenheit an. Der Holocaust der Griechen der kommenden Zeit“

 

Die Geschichte Israels

Protokoll zum Vortrag von Gabriel Goldberg

„Palästina“
Ist ein geographischer Begriff. Es gab nie einen Staat namens Palästina. Die Römer haben den Begriff benutzt um mit dem Begriff Judea auch Juden „wegzuwischen“ (zusammenhang zwischen Juden und Judea)

Zionistischer Weltkongress
Beim Sykes Picot Abkommen wurde der Aufteilung des Osmanischen Reiches besprochen, obwohl es noch nicht erobert war.

Peel Kommission
Das Britsche Mandat wollte Zugang zur Küste für sich sichern.

Britsches Mandatsgebiet
Die Briten haben das römische Wort ‘Palästina’ übernommen.
Wenn Menschen über ‘Palästina’ reden, kann man fragen, “Welches Palästina meint Ihr? Auch Jordanien?” (Das heutige Jordanien gehört ebenso zu dem geografischen Gebiet, dass als Palästina bezeichnet wurde)

Mohammed Amin al-Husseini
Der Titel ‘Großmufti von Jerusalem’ wurde von den Briten erfunden und an al-Husseini gegeben, weil er Frieden im Nah-Osten versprochen hat.

Unabhängigkeit

*14. Mai wurde als Wahltag ausgesucht, um die Orthodoxen schnell zu beruhigen (es war Shabbat)
* Am nächsten Tag kam der Angriff von Lebanon, Syrien, Äygpten, Iraq, Yemen, Jordanien
Ost Jerusalem war Jüdisch, wurde von Jordanien gefangen. Über 50 Synagogen zerstört, hunderte von Juden ermordet.
* Israelis haben Waffen aus 2. Hand benutzt, manche hatten sogar Hakenkreuze darauf.

IsraelSoliCamp 2015 – Sessions am Sonntag, 6.12.

  
Nach 13 Sessions am Samstag und spontanen Filmdiskussionen am Abend war am Sonntag noch Zeit für zwei Sessionblöcke, in denen drei Workshops, bzw. Vorträge angeboten wurden:

10.00-11.00 Uhr: